Ghana/Togo/Sierra Leone, Quarzscheibengeld Sokpé

Zahlungsmittel aus Stein waren in verschiedenen Teilen der Welt in Gebrauch. Das bekannteste und eindrücklichste Zeugnis davon sind die Geldsteine, die man auf der mikronesischen Insel Yap gefunden hat, und zwar in Gewichten von 50 Gramm bis zu 3000 Kilogramm! Aber auch in Afrika war Steingeld vielerorts verbreitet. In vorkolonialer Zeit gab es in Togo und Teilen Ghanas flache, rundliche und in der Mitte mit einem Loch versehene Quarzscheibchen im Durchmesser von 3 bis 10 Zentimetern, die als Steingeld galten. Sie wurden von den Einheimischen Sokpé (Donnerstein) genannt, weil sie der afrikanischen Legende nach bei Gewittern vom Himmel fielen.

Ausgabejahr

ca. 1600 bis 1950 n. Chr.