Östliches Mittelgallien, Senonen?, Kugelstater

Es wird immer wieder der Versuch unternommen, bestimmte keltische Münztypen bestimmten keltischen Stämmen zuzuordnen. Doch obwohl man gerade in Gallien und Britannien eine relativ grosse Zahl von Stammesnamen kennt, ist die Lokalisierung der zugehörigen Territorien schwierig. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. gelangten keltische Gold- und Silbermünzen nämlich über grössere Distanzen in Umlauf, denn sie wurden zur Bezahlung von Söldnern und im Fernhandel eingesetzt.

Das Problem der Zuordnung gilt auch für die sogenannten Kugelstatere. Ihre Verbreitung reicht von Frankreich über Deutschland bis in die Schweiz und nach Schottland. Nach der Häufigkeit ihres Vorkommens lässt sich annehmen, dass sie von einem der im östlichen Mittelgallien (im heutigen Nordosten Frankreichs) lebenden Stämme geprägt wurden.

Entstanden sind die Kugelstatere wahrscheinlich zur Zeit der Gallischen Kriege, um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Darauf weist unter anderem die Tatsache, dass viele Exemplare aus Schatzfunden stammen, die besonders in Kriegszeiten angelegt wurden.

Ausgabejahr

ca. 60 v. Chr.

Epoche

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