Römische Kaiserzeit, Caracalla, As

Die Römer nannten das Grundnominal ihrer Währung As (= das ungeteilte Ganze). Das Wort ist im Kartenspiel bis heute erhalten geblieben. Als Kaiser Augustus im Jahr 23 v. Chr. das römische Münzwesen neu ordnete, legte er den As als kleinste Münzeinheit im Münzsystem fest. Der As sollte in Kupfer ausgegeben werden und auf seiner Vorderseite die Büste des Kaisers mit einem Lorbeerkranz zeigen. Weil für die Ausgabe der Kupfer- und Messingmünzen nominell der Senat verantwortlich war, sollten die kleinen Nominale künftig die Bezeichnung SC tragen (für Senatus Consulto = auf Beschluss des Senats).

Unter Augustus' Nachfolgern schoben sich zwischen die beiden Buchstaben SC dann verschiedene Darstellungen. Auf der Rückseite dieses As von Kaiser Caracalla ist Asklepios zu sehen, der griechische Gott der Heilkunst. Die wichtigste Stätte des Äskulap-Kultes war Epidauros auf dem griechischen Festland. Während der ganzen Antike suchten im dortigen Tempel unzählige Menschen Heilung von ihren Beschwerden – so auch Kaiser Caracalla (211-217), der unter psychischen Problemen litt.

Ausgabejahr

ca. 211-217 n. Chr.

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